Zuletzt

  1. Avantgarde, in: Kino der Moderne. Film in der Weimarer Republik. Hg.: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn; Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin. Dresden: Sandstein-Verlag 2018, S. 94-99 (ISBN 978-3-95498-436-7) Info: https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-436

Laufend (2014 ff)

  1. Film und Kino in Steglitz. Eine filmhistorische Chronik. Hier: https://www.filmportal.de/thema/film-und-kino-in-steglitz-eine-filmhistorische-chronik

  2. Filmzauber und Kinounwesen. Filmliteratur 1919. Hier: https://www.filmportal.de/thema/filmzauber-und-kinounwesen-filmliteratur-1919

Demnächst (2019)

  1. Abenteuerliche Reisen in fremde Räume. Expeditionsfilme der 1920er und 1950er Jahre (Reihe Filmblatt-Schriften von CineGraph Babelsberg, 2019)

  2. Der Ozaphan-Film: Heimkino zwischen Unterhaltung und Propaganda (1932-65), (zusammen mit Ralf Forster), Reihe Filmblatt-Schriften von CineGraph Babelsberg; erscheint 2019)

  3. Alex Strasser – Dokumentarist und Vermittler, in: Thomas Tode (Hg.): Linkes Kino: Von Prometheus zu Hitler. Altösterreicher in der Weimarer Republik. Wien: Filmarchiv Austria (erscheint 2019)

  4. "Die Stimme der Welt" zwischen Anpassung und Unter-werfung – Fox Tönende Wochenschau in Deutschland 1930-1939 (geplant)

Aktuell: Programme und Einführungen  

  1. Freitag, 19. April, 19.00 Uhr, Zeughauskino, Reihe FilmDokument (Nr. 214)  von CineGraph Babelsberg. – FD 214 Handout.pdf – Der erste abendfüllende Sportfilm der Bundesrepublik, Helden der Landstraße (1950) dokumentiert die Deutschlandrundfahrt 1950, das erste Radsportrennen, an dem auch wieder ausländische Fahrer teilnehmen können. Sieben Werkteams bestreiten die strapaziösen 18 Etappen im August 1950. Der bekannte Bergfilmer Sepp Allgeier filmt das publikumsträchtige Spektakel in immer neuen Einstellungen und vergisst dabei auch nicht, die Etappenorte jeweils kurz vorzustellen. Informationen zur Kulturgeschichte des Fahrrads und Homestorys über bekannte deutsche Rennfahrer ergänzen die sportlichen Ereignisse. Hinzu kommen Einblicke in die Produktion der Räder sowie der Fahrradreifen – Werbung für die Radsport-unternehmen ist in dem Film allgegenwärtig. Das Rennen ist geprägt von Entbehrungen, Qualen und Entsagungen, von Pannen und Stürzen; häufig müssen die Fahrer ihrer Räder am Straßenrand selbst reparieren. Helden der Landstraße ist auch ein Film, der in der beschwerlichen Nachkriegszeit Mut machen wollte. Der Sportreporter Rolf Wernicke kommentiert die Aufnahmen in der Art einer Liveberichterstattung. Im Vorprogramm ein Kurzfilm über das erste Sechstagerennen der Nachkriegszeit in Berlin: Sechstagerennen Berlin (1950).

  2. Sonntag, 12. Mai 2019, 18.00 Uhr, Zeughauskino + Wiederholung am Mittwoch, 15. Mai, 20.00 Uhr. Reihe: Berlin.Dokument Nr. 89: Berlin-Totale. Filmdokumente der Staatlichen Filmdokumen-tation der DDR – Handout – Ungeschminkte Aufnahmen von den Lebens- und Wohnverhältnissen in Ost-Berlin, aufgenommen in den 1970er Jahren von der Staatlichen Filmdokumentation der DDR. In Pankow wird der Wochenmarkt aufgebaut. Der Film zeigt die überwiegend älteren Kunden, das Warenangebot und die Preise. Die alten Markthändler sterben allmählich aus, neue kommen nicht hinzu. In der Steinstraße erinnert sich eine Bewohnerin an das ehemals rege Leben und die vielen kleinen Läden dieser Arbeiterwohngegend. Ein ähnliches Bild auch in der Mulackstraße mit ihren Brachen, Brandmauern und verblassten Schildern längst geschlossener Läden. Kinder spielen auf der Straße, alte Frauen unterhalten sich auf einer Bank. In den Hinterhöfen gibt es Teppichstangen, baufällige Schuppen und viel Wildwuchs; über allem liegt Vogelgezwitscher. Die heruntergekommenen Häuserfassaden in der Sophienstraße weisen noch die Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg auf. In Straßeninterviews klagen Anwohner über die sanitären Verhältnisse der Altbauwohnungen. Während in der Straße der Befreiung Altbauten für die Räumung vorbereitet werden, geht in den Nachbarhäusern der Alltag weiter: Frauen hängen die Wäsche auf, Kinder spielen im Garten. Eine Mieterversammlung informiert über die anstehenden Baumaßnahmen. Einige Neubauten sind bereits fertiggestellt und der Umzug beginnt.

  3. Sonntag, 9. Juni 2019, 20.00 Uhr, Zeughauskino + Wiederholung am Dienstag, 11. Juni, 20.00 Uhr. Reihe: Berlin.Dokument Nr. 90: Berlin Milieu – Ackerstraße – Handout – In Ackerstraße (DDR 1973) erforscht die Staatliche Filmdokumentation der DDR die im Grenzgebiet gelegene Straße sowie den Lebensalltag ihrer Bewohner. Eine ältere Einwohnerin erzählt die Geschichte dieser stets armen und übelbeleumdeten Straße und berichtet von den Läden, die es früher dort gab. Akribisch dokumentiert die Kamera ihre noch aus der Jahrhundertwende stammende Zimmereinrichtung. Weitere Gespräche mit Bewohnern der Ackerstraße drehen sich ebenfalls um die Vergangenheit dieses gar nicht so romantischen Zille-Milieus, das für Abriss und Neubau eingeplant war. Die Kamera blickt in die Hinterhöfe, in denen gearbeitet wird, dokumentiert auch „asoziales Milieu“ (so ein Zwischentitel) sowie eine Ausbauwohnung. Der Abschnittsbevollmächtigte und ein Hauptmann des Grenzabschnitts Ackerstraße berichten über ihre Aufgaben. Ausführlich zeigt der Film das Grenzgebiet und die Grenzsicherungsanlagen, in DDR-Filmen sonst ein Tabu. In der Ackerstraße 150/151 sind die Autoren zu einer Hausgemeinschaftsfeier eingeladen: wir erleben DDR privat. Wie alle Filme der Staatlichen Filmdokumentation verzichtet auch Ackerstraße auf einen Kommentar; Zwischentitel strukturieren die Aufnahmen. An einigen Stellen verzichten die Autoren sogar ganz auf Ton. Ackerstraße ist kein dokumentarischer Kinofilm, sondern ein Filmdokument: Einst für das Archiv gedreht, erfüllt es heute seinen eigentlichen Zweck, nämlich über die Vergangenheit zu informieren.

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